Ehrenbürgerschaft

Aus Maintalwiki

Nach § 28 I HGO können hessische Gemeinden "Personen, die sich um sie besonders verdient gemacht haben, das Ehrenbürgerrecht verleihen." [1] Das Ehrenbürgerrecht ist nicht mit besonderen Rechten verbunden. Personen, die das Ehrenbürgerrecht verliehen bekommen haben, müssen keine Einwohner, also auch keine Bürger nach § 8 HGO der Gemeinde sein. Sie werden durch die Verleihung auch keine Bürger der Gemeinde.[2] Über diese Ehrungen entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

Geschichte

Georg Krieger: Ehrenbürger oder Ehrenbürgermeister?

Die Maintaler Sozialdemokraten wollten am 13. Dezember 1982 in der Stadtverordnetenversammlung den ehemaligen Bürgermeister von Bischofsheim Georg Krieger aufgrund seiner Verdienste um die Stadt Maintal mit dem Titel "Ehrenbürger" würdigen. In der dritten Legislaturperiode hatte die SPD keine absolute Mehrheit mehr und war auf die Zustimmung anderer Stadtverordneter angewiesen. In der einstündigen Debatte zu diesem Tagesordnungspunkt vertraten CDU und FDP die Ansicht, man solle Krieger den Titel "Ehrenbürgermeister" verleihen, um den Titel "Ehrenbürger" nicht zu verwässern, da Georg Krieger ein Wahlbeamter gewesen war. Sie wollten den Titel "Ehrenbürger" engagierten Bürgern vorbehalten und Krieger mit einer Ehrenbezeichnung würdigen, die seine Tätigkeit widerspiegelte.[3]

Ausgezeichnete Personen

Jahr Name Anmerkungen Quelle
2011 Helmut Hellmessen Maler, Künstler, Grafiker und Illustrator [4][5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-GemOHE2005V9P28 (12.10.2021).
  2. Vgl. Gerhard Bennemann, § 28 HGO, in: David Rauber et al., Hessische Gemeindeordnung. Kommentar. 4. Auflage, Wiesbaden 2012, S. 259f.
  3. Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.12.1982, S. 32.
  4. Vgl. Frankfurter Rundschau, v. 30.07.2021, S. F11, Ausgabe: Nordost/Wetterau
  5. Vgl. Frankfurter Rundschau vom 07.04.2011, Seite R 7.